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'''Klettern''' ist die Bewegung in der mithilfe der Beine, Arme und Hände entlang von n. Ein und , bzw. sowie dienen in Verbindung mit einer der Sicherung gegen Absturz. Die (meist zwei, selten drei Personen) bewegt sich im nicht gleichzeitig, da der Sturz eines Seilpartners den Absturz der ganzen Seilschaft bedeuten würde. Der sich jeweils bewegende Seilpartner wird durch den Partner mit dem Seil über die Haken und die mobilen Sicherungsmittel gesichert, während der sichernde Partner seinerseits gesichert ist (entweder an einen Stand oder am Boden).

Ursprünglich wurde nur an natürlichen Felsen geklettert, seit Anfang der 1990er-Jahre auch in n.

Geschichte

Anfänge des Kletterns

Klettern ist eine vom Menschen seit jeher angewandte Fortbewegungsart in der .

Beginn des Freikletterns

Als Geburtsstunde des sportlich motivierten Kletterns gilt die Besteigung des in der durch Turner im Jahr 1864. Ab etwa 1890 entwickelte sich in der Sächsischen Schweiz das , bei dem auf künstliche Hilfsmittel zur Fortbewegung beim Klettern gänzlich verzichtet wird (siehe dazu auch die ). Außerhalb Sachsens fand diese Art des Kletterns vorerst aber nur vereinzelt Beachtung.

1874 wurde der (Deutschland) das Bouldern in ihre Heimatländer importiert und dann weiterentwickelt.

Technische Epoche

Das s immer abweisendere Felswände geklettert werden. So war es ? mit entsprechendem Material- und Zeitaufwand ? möglich, praktisch jede Felswand zu bezwingen. Die Hauptunfallquelle bei den seltenen schweren Unfällen ist menschliches Versagen, Seilrisse kommen unter normalen Bedingungen im Klettergarten und sachgemäßem Gebrauch seit der Einführung moderner . Dennoch bleibt das Klettern, vor allem das Klettern in alpiner Umgebung, wie alle Bergsportarten, eine Sportart mit gewissen Risiken. Gefahren für Leib und Leben können dabei verringert, aber nicht ausgeschlossen werden.

Um das Risiko eines Unfalls zu minimieren, wird dazu geraten, die Sicherheitstechniken sorgfältig zu erlernen und die anerkannten Sicherheitsregeln zu beachten.

Verletzungen

Eine britische Studie befasste sich mit der Häufigkeit von Kletterverletzungen:
  • 40 Prozent Fingerverletzungen
  • 16 Prozent Schulterverletzungen
  • 12 Prozent Ellbogenverletzungen
  • 5 Prozent Knieverletzungen
  • 5 Prozent Rückenverletzungen
  • 4 Prozent Handgelenkverletzungen

Vom regelmäßigen Kontakt mit Fels und Seil entwickeln Kletterer oft Schwielen an den Händen, die aufreißen und schmerzhaft sein können. Diese Art von Verletzung wird auch als Flapper (englisch) bezeichnet. Zusätzlich trocknet das verwendete die Hände aus.

Naturschutz

Da das Klettern traditionell in der freien Natur ausgeübt wird, und Felsen oft empfindliche e beherbergen, kam es mit zunehmender Popularität der Sportart zu Konflikten zwischen den Bedürfnissen der Kletterer und Umweltschutzbelangen.
Vertreter des es verweisen darauf, dass die Felsen oft empfindliche e bilden und Heimat seltener Pflanzen und Tiere (vor allem von Vögeln) seien.
Dem Umweltschutzaspekt sei der Vorrang zu geben und das Erholungsinteresse der Kletterer müsse im Zweifel dahinter zurücktreten. Im Extremfall wird die Meinung vertreten, das Klettern sollte nur an künstlichen Anlagen ausgeübt werden, um die Natur so stark wie möglich zu schonen.

Probleme bereiten Klettersportler insbesondere felsbrütenden Vogelarten wie wurden zwischen 1973 und 2015 mindestens 91 Bruten nach Störungen von Kletterern aufgegeben. Um dieses Problem zu lösen, wurden von der IG Klettern und anderen Verbänden zahlreiche zeitlich begrenzte Sperrungen in der Brutzeit seltener Vögel vereinbart.
Im Jahr 2011 kamen die Regensburger Biologen Christoph Reisch und Frank Vogler in einer Untersuchung zum Ergebnis, dass sich der Klettersport negativ auf die Samenausbreitung seltener Pflanzen wie zum Beispiel des .</ref>
Von Seiten der IG Klettern Basel wurde sie angezweifelt, da sich glatte, vegetationsarme Zonen, die weniger Habitatmöglichkeiten besitzen, per se besser zum Klettern eignen als brüchige, bewachsene Bereiche.

Um die negativen Auswirkungen des Klettersports auf die Natur zu verhindern, wurden von der und weiteren Vereinen für die meisten Gebiete en erarbeitet, die meist auf Basis freiwilliger Regelungen das Klettern kleinräumig so einschränken, dass auf Pflanzen- und Tierschutz Rücksicht genommen wird.
Gerade die Ausübung des Sportes in der freien Natur fördere eine Verbundenheit mit der Natur und das Interesse an deren Erhaltung.

Die Lage in der Bundesrepublik ist derzeit uneinheitlich. In vielen Gebieten erarbeiten die Interessenvertretungen der Kletterer, wie die IG Klettern und der Deutsche Alpenverein (DAV), Kompromisslösungen, bei denen der Erhaltung von Klettermöglichkeiten ebenso Rechnung getragen wird wie dem Umweltschutz.

In Österreich und Südtirol wird das Klettern auch von der öffentlichen Hand gefördert.

Im außeralpinen Raum Österreichs haben sich ebenfalls in jüngeren Jahren Klettergebiete entwickelt, die in landschaftlich reizvollen Schutzzonen in Konflikt mit dem Umweltgedanken kommen können (etwa in der Wachau).

Klettern lernen

Diverse Organisationen (beispielsweise oder regionale ) sowie kommerzielle Kletterschulen bieten Kurse für fast sämtliche Varianten des Kletterns an. Mittlerweile gibt es flächendeckend n, in denen das Sportklettern und Bouldern erlernt und trainiert werden kann. Auch an einigen Schulen sind inzwischen Kletterwände installiert, oftmals wird das Klettern dort in den Unterricht integriert.

Organisation

Klettern ist ein Sport, der weitestgehend selbstorganisiert ist und prinzipiell ohne regelgebende Verbände auskommt. So ist der Beitritt zu einem Verein zur Ausübung des Klettersports nicht notwendig. (Neue) sportliche oder Entwicklungen (zum Beispiel das Freiklettern oder das von Fels-Manipulationen) werden in erster Linie von den Kletterern selber propagiert.

Der Dachverband einiger Bergsportvereine ist die '' sind in Deutschland in verschiedenen Gebieten die Interessengemeinschaften Klettern (IG Klettern) stark vertreten, die sich hauptsächlich um die Sanierung und Erschließung von Klettergebieten sowie der naturfreundlichen Gestaltung des Klettersports kümmern. Die einzelnen Interessengemeinschaften sind unter einem Dachverband zusammengeschlossen.

Die Erschließung von Neurouten wird meist von lokal ansässigen Kletterern durchgeführt. Bis zur erfolgreichen Durchsteigung einer Neuroute bezeichnet man diese als Projekt. Es ist üblich, ein Projekt als solches zu kennzeichnen. Nach einer erfolgreichen Durchsteigung gibt der der Route einen Namen und bewertet die Schwierigkeit, um den Wiederholern einen Anhalt über den Charakter der Route zu geben. Der endgültige kristallisiert sich dann meistens nach mehreren Begehungen anderer Kletterer heraus, die den Bewertungsvorschlag des Erstbegehers überprüfen. Neurouten werden heute oftmals in Fachzeitschriften oder auf Internet-Kletterseiten veröffentlicht.

Zur Orientierung am Fels stehen dem Kletterer zur Verfügung, die meist Anfahrtsskizzen, Wegbeschreibung, möglicherweise zu beachtende Kletterbeschränkungen sowie s, also Skizzen der Routenverläufe an einem Fels, beinhalten.

Verwandte Themen

'''Sicherungstechnik'''
  • s
'''Weiteres'''

Literatur

Geschichte
  • : ''Vertical ? 150 Jahre Kletterkunst'', BLV, München 2008, ISBN 3-8354-0380-X.
Sicherungstechnik
  • : ''Sicherheit und Risiko in Fels und Eis.'' Drei Bände, Bergverlag Rother, München 2007?2008, ISBN 3-7633-6016-6 (Band 1), ISBN 3-7633-6018-2 (Band 2), ISBN 3-7633-6031-X (Band 3).
Psychologie
  • Steff Aellig: ''Über den Sinn des Unsinns: 2003).
  • : ''Klettern ? Der Drang in die Höhe''. In: Ders.: ''Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen''. 3., erweiterte Auflage. Verlag Schneider. Baltmannsweiler 2021. S. 71?77.

Weblinks

Einzelnachweise